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Russische Truppen beschlagnahmen zwei ausländische Schiffe in Mariupol

Krieg mit Russland 6. Juli 2022

Der Eigner des in Liberia registrierten Schiffs "Smarta Shipping", eines der beiden beschlagnahmten Schiffe, sagte, er sei am 30. Juni per E-Mail über die Beschlagnahme informiert worden und nannte das Vorgehen rechtswidrig und „gegen alle Normen des Völkerrechts“.

„Eine solche erzwungene Aneignung verstößt gegen grundlegende Menschenrechte, soweit es um Eigentumsrechte geht“, teilte das Unternehmen in einer Erklärung mit.

"Ein solches Vorgehen ist eine ernsthafte Bedrohung für die Schifffahrt und die Sicherheit auf See."

Das Unternehmen teilte weiter mit, die Smarta sei am 21. Februar in Mariupol angekommen, um eine Stahlfracht zu laden, und sei am 20. März von Granaten getroffen worden, welche das Schiff schwer beschädigt hätten.

Die 19-köpfige Besatzung sei vom russischen Militär gewaltsam nach Donezk gebracht und einen Monat später freigelassen worden.

Das andere beschlagnahmte Schiff war laut Reuters die unter Panama-Flagge fahrende "Blue Star I".

Ein Beamter des in Odessa ansässigen Schiffsmanagers Fetida Maritime lehnte eine Stellungnahme ab und fügte hinzu, dass der ukrainische Sicherheitsdienst über alle Informationen verfüge.

Ein Offizieller des ukrainischen Außenministeriums sagte, er wisse von einer Ankündigung „der russischen Besatzungsbehörde in Donezk, eine ‚nationale‘ Flotte aus Schiffen zu schaffen, die sie in Mariupol gestohlen hatten“, und fügte hinzu, sie würden die beschlagnahmten Schiffe überprüfen.

Ein Sprecher der UN-Schifffahrtsorganisation, der International Maritime Organization (IMO), äußerte, es sei "mindestens ein Schiff bekannt, das Mariupol verlassen habe, ansonsten hat sich jedoch wenig geändert".

Über 80 Schiffe unter ausländischer Flagge sitzen nach wie vor in ukrainischen Häfen fest. Einige der Terminals sind unter russischer Kontrolle.

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